Nadelvliese kamen 1963 unter der Bezeichnung "Non-Woven" als textile Boden-beläge auf den Markt und sind heute wegen ihrer Robustheit sowie der Un-empfindlichkeit gegen Verschmutzung sehr gefragt. Neben dem herkömmlichen Nadelvlies oder auch Flachfilz genannt, kann WOLLIMEX mit Spezial-Nadelmaschinen auch Polvliese herstellen. Diese unterteilen sich in sogenannte Strukturvliese und Veloursvliese. Nadelvlies-Objektbeläge sind in der Regel Flachfilze. Polvliese und insbesondere die Strukturvliese eignen sich wegen den ausgeprägten Depotzonen als Eingangs-matten und Sauberlaufbeläge sowie Automatten.
In einem aufwendigen Wiege- und Mischverfahren werden Stapelfasern aus Ballen mittels wolfen, krempeln und kreuzlegen zu einem Faservlies vorvernadelt. Danach wird das so gefertigte Faservlies in einem zweiten Arbeitsgang als Strukturvlies oder Flachfilz finishgenadelt. In einem dritten Arbeitsgang wird die Ware mit einem Latexbinder entweder vollbadimprägniert oder rückseitig gepflatscht und danach getrocknet. Die Produkte können je nach Kundenwunsch als Rollen oder Platten geliefert werden. In einem weiteren Verfahren kann die Warenrückseite beschichtet oder laminiert werden.
Die Nadelmaschine besteht aus einem Nadelbrett, welches sich in schnellen Hüben vertikal bewegt, wobei die Nadeln in der unteren Vertikalbewegung in einen Nadel-rost einstechen. Das Faservlies wird horizontal zwischen einem Niederhalter (im Bild nicht angedeutet) und dem Nadelrost in einer definierten Geschwindigkeit durch-gezogen.
Widerhaken an den Nadeln bringen die Fasern von der Vliesoberfläche durch dieses hindurch, was eine vertikale Verfilzung der Fasern innerhalb des Faservlieses erzeugt. Je nach Anzahl der Hübe, Einstichtiefe sowie der Abzugsgeschwindigkeit des Faservlieses kann die Vernadelung mehr oder weniger stark ausgeprägt sein, womit je nach Einsatz der Ware entsprechend härtere oder weichere Nadelvliese hergestellt werden können.